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Bayer

Das ist das Bayer-Kreuz, das Firmenlogo des Chemie-Riesen. Es existiert schon seit 1904 und ist seit 1919 auf vielen Medikamentenpackungen zu finden. Seit 1933 ist das Bayerkreuz im Werk Leverkusen die größte Leuchtreklame der Welt: Es bestand ursprünglich aus 2200 Glühbirnen und hatte einen Durchmesser von 72 Metern. Heute ist es mit 51 Metern Durchmesser und 1710 Glühbirnen nicht mehr ganz so groß, die einzelnen Buchstaben sind aber noch aus 5 Kilometern Entfernung lesbar. Auch auf dem Werksgelände in Dormagen
gibt es ein – allerdings nicht ganz so großes – Bayerkreuz.

 

Dieses Foto zeigt das Bayer-Werk Dormagen in Richtung Süden.
Es wurde uns freundlicherweise von Herrn Steinhöfel von der Currenta Leverkusen zur Verfügung gestellt.


1863 hatten Friedrich Bayer und Johann Friedrich Westkott das Unternehmen in Wuppertal-Barmen gegründet. Hier wurde z.B. das Medikament Aspirin erfunden, das schon 1899 in die Warenzeichenrolle des Kaiserlichen Patentamtes in Berlin aufgenommen und damit offiziell zur Marke wurde. Aspirin feiert in diesem Jahr seinen 110. Geburtstag. 1899 kam es zunächst in Pulverform auf den Markt, schon im Jahre 1900 wurde es in Tablettenform eingeführt.
Da eine Ausdehnung im engen Tal der Wupper unmöglich war, wurde Ende des 19. Jahrhunderts ein neues Werk in Leverkusen gegründet.

Das Bayerwerk Dormagen nahm seine Produktion 1917 als dritter Standort des Bayer-Konzerns mit 2700 Beschäftigten auf und produzierte zunächst nur Schwefel- und Pikrinsäure. Mitte der 20er Jahre begann ein Aufschwung durch die Herstellung von Chemiefasern (Kunstseide und Kunstwolle), die die kostengünstige Produktion von „Seidenstrümpfen“ möglich machte. Nach dem Zweiten Weltkrieg entwickelten sich die synthetischen Fasern Dralon und Perlon zu Verkaufsschlagern. Seit den 60er Jahren werden etwa 2000 verschiedene Produkte hergestellt, darunter Pflanzenschutzmittel, Kunststoffe, Kautschuk, Lackrohstoffe und der Hightech-Kunststoff Makrolon.



Schon 1982 wurde die erste Pop-CD (von Abba) aus Makrolon hergestellt. Neben CDs werden heute auch DVDs, CD-Roms, Schreibgeräte, Ski- und Fahrradhelme, Legosteine usw. aus Makrolon hergestellt.

Da das Material leicht, transparent, bruchfest und elastisch ist, werden auch Stadiondächer (z.B. in Leverkusen, Köln, China) und Überdachungen von Bahnhöfen (in Köln und Krefeld) aus Makrolon gefertigt. Auch der Kunststoff zur Herstellung des Fußballweltmeister-schaftsballes 2006 wurde bei Bayer produziert.

Heute gehört Bayer Dormagen, seit 1. Januar 2008 offiziell Chempark Dormagen, mit rund 9800 Beschäftigten zu den größten Arbeitgebern im Rhein-Kreis Neuss. Mit einer Fläche
von ca. 11 Quadratkilometern ist der Chempark Dormagen - zusammen mit den beiden Niederrhein-Standorten Leverkusen (Hauptsitz) und Krefeld-Uerdingen - einer der größten Chemieparks in Europa. Der Standort ist – bedingt durch die direkte Anbindung an den Rhein, den direkten Bahnanschluss (Haltestelle Dormagen – Bayerwerk), die Luftverkehrs-anbindung über die Flughäfen Köln-Bonn und Düsseldorf und den Anschluss an das Autobahnnetz sehr günstig.