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Deutschlands Tiere

Eine Auswahl der Tiere in Deutschland

Säugetiere

Das Eichhörnchen
Das Eichhörnchen ist ein kleines Tier, das 200 - 400 Gramm wiegt und im Wald, aber auch rund um unsere Schule lebt. Es ist ca. 20 – 25 cm groß und hat einen Schwanz, der 15 bis 20 cm lang ist und als Kletterhilfe dient. Es ist fuchsrot gefärbt. In der Regel haben Eichhörnchen einen cremefarbenen Bauch. Sie fressen Nüsse, Obst, Gemüse, Insekten und Zweige. Im Winter halten Eichhörnchen Winterruhe, das bedeutet, sie wachen alle zwei bis drei Tage auf. Ihren Nussvorrat verstecken sie z.B. in Bäumen. Eichhörnchen sind sehr flink und klettern gerne auf Bäumen.

Die Fledermaus
Die Fledermaus ist ein kleines und ungewöhnliches Tier. Sie hat Flügel und fliegt sozusagen mit den Händen.
Die Flugmembrane reichen bis zu ihren Füßen. Der Körper ist grau bis braun oder schwarz. Weil das Gesicht mancher Arten dem einer Maus ähnelt, erhielt sie den Namen Fledermaus. Einige Arten haben große Ohren. Sie „sieht mit den Ohren“. Mit Hilfe der Ultraschallwellen, die wir nicht hören, können Fledermäuse nämlich im Dunkeln den kleinsten Hindernissen ausweichen und die Insekten erbeuten. Wenn ein Beutetier das Signal der Fledermaus reflektiert hat, dann fliegt sie nicht auf den Punkt zu, an dem sich das Beutetier gerade befindet. Sie scheint die Bahn der Beute vorauszuberechnen und fliegt dann auf einen Punkt im Raum zu, an dem sich die Beute nach einiger Zeit befinden wird. Da sie nachtaktiv ist, sehen wir sie nur selten. Bei uns in Dormagen kommen verschiedene Arten, z.B. der Große und Kleine Abendsegler, die Zwergfledermaus und die Wasserfledermaus vor. Sie ist aber auch bei uns im Rhein-Kreis Neuss bedroht und steht auf der Roten Liste.

Das Wildkaninchen
Das Wildkaninchen gehört zu der Familie der Hasenartigen. Der Rücken des Wildkaninchens hat eine graue bis graubraune Färbung. Seine Unterseite ist weiß-grau. Das Wildkaninchen kann eine Körpergröße von 35 bis 45cm erreichen und wird ca. 1,7 bis 2,5 Kilogramm schwer. Wildkaninchen bringen meist in den Monaten Februar bis Juni 4 bis 6 Junge zur Welt. 25 bis 30 Jungtiere im Jahr sind für ein Wildkaninchen Normalität. Nach einem Monat kommen die Jungtiere zur Welt. Nach 10 Tagen können die Jungen sehen und 8 Tage später kommen sie erstmals zum Spielen aus ihrem Bau. Gesäugt werden sie drei Wochen lang und selbstständig sind sie mit etwa mit 4 bis 5 Wochen. Sie leben gesellig in unterschiedlich großen Kolonien. Meistens bekommt man die Wildkaninchen in Parks zu sehen; auch rund um unsere Schule, im Sportpark, kann man sie häufig beobachten, denn hier haben sie viele unterirdische Baue angelegt.

Der Hase

Der Hase ist ein Säugetier aus der Ordnung der Hasenartigen. Das ursprüngliche Verbreitungsgebiet war weltweit mit Ausnahme des südlichen Südamerikas, Australiens und des Ozeanischen Raums sowie abgelegener Inseln. Er erreicht eine Kopfrumpflänge von 25 bis 70 cm und ein Gewicht von 0,4 bis 7 kg. Die Fellfarbe der Hasen reicht von weiß über grau bis bräunlich. Nicht alle Hasen haben die langen Ohren, die von den Echten Hasen bekannt sind. Hasen bewohnen eine Vielzahl von Lebensräumen, von der Tundra über Grasländer bis zu tropischen Wäldern. Hasen sind Pflanzenfresser, sie ernähren sich von Gräsern, Kräutern, Blättern und Blüten. Sie sind generell durch eine hohe Fruchtbarkeitsrate gekennzeichnet. Mehrmals im Jahr kann das Weibchen Nachwuchs zur Welt bringen, die Tragezeit beträgt rund 25 bis 50 Tage, die Wurfgröße durchschnittlich zwei bis acht, manchmal auch bis zu 15.

 

Der Igel
Igel sind kleine bis mittelgroße Tiere, die ca. 20 - 80 Gramm wiegen und einen kurzen Stummelschwanz haben. Das Fell der Igel ist meist unauffällig braun oder grau. Die Igel haben als wirksame Verteidigungswaffe Stacheln am Rücken. Igel können sich im Bedrohungsfall zu einer Kugel zusammenrollen. Die Nahrung der Igel besteht aus Insekten, deren Larven sowie Ringelwürmern, Wurzeln und Früchten. Zwar können einige Arten gut klettern und halten sich manchmal auf Büschen auf, meist suchen sie jedoch auf dem Erdboden nach Nahrung. Einige Arten können gut schwimmen. Die Igel bauen meist eigene Baue, die ihnen als Ruheplätze dienen. Und im Winter halten Igel Winterschlaf, der 5 bis 6 Monate dauert. Manchmal wachen sie auf, aber sie schlafen dann auch wieder ein.

Die Ratte

Die echten Ratten bilden eine Gattung in der Unterfamilie der Altweltmäuse innerhalb der Familie der Langschwanzmäuse und gehören somit zu den Nagetieren. Ratten haben eine spitze Oberlippe. Sie haben nur einen Schneidezahn und drei Mahlzähne pro Kieferhälfte, insgesamt also 16 Zähne. Sie sind klein und haben einen langen Schwanz. In ihren Notzeiten können sie sich von den abenteuerlichsten Dingen wie Seife, Leder, Papier, Textilien und Holz ernähren, fressen aber natürlich auch tierische Nahrung, wie z.B. Würmer, Insekten und kleine Vögel. Ratten sind sehr fruchtbare Tiere. Die Geschlechtsreife tritt bei ihnen bereits im Alter von etwa sechs Wochen ein. Freilebende Ratten sind sehr gefährlich, denn sie können direkt oder indirekt verschiedene Krankheitserreger übertragen.

Das Reh

Das Reh ist in Mitteleuropa der häufigsten Vertreter der Hirsche. Es kommt in unseren Wäldern, aber auch auf Feldern und Wiesen vor. Ausgewachsene Rehe messen von Kopf bis Rumpf 1,00 m bis 1,40 cm und erreichen eine Schulterhöhe zwischen 60 und 90 cm. Männliche Rehe wiegen bis zu 30 kg, weibliche Tiere 10 bis 15 % weniger. Im Sommer ist das Fell kräftig rotbraun und im Winter graubraun oder dunkelbraun. Im Winter vereinigen sich Rehe zu Familienverbänden. Das männliche Reh wird Bock genannt und das weibliche Reh nach Vollendung des ersten Lebensjahres Schmalreh und in den folgenden Jahren Ricke. Rehe werden in allen europäischen Ländern gejagt.

Der Hirsch

Hirsche haben ein rotbraunes bis dunkelbraunes Fell. Es gibt schlanke, aber auch rundlichere Hirsche, allerdings sind die Beine relativ schlank. Hirsche werden rund 100 Kilogramm schwer. Die Männchen werden deutlich größer und schwerer als die Weibchen. Hirsche haben ein recht großes Geweih, das jedes Jahr nach der Paarungszeit abgeworfen wird. Später wächst es nach. Dem Hirsch fehlt der erste Zeh am Fuß ganz; der zweite und fünfte Zehe sind stark verkleinert und berühren den Boden nicht. Hirsche sind Pflanzenfresser, die sich von unterschiedlichen Pflanzenteilen wie Gräsern, Blättern, Rinde, Knospen und Zweigen ernähren. Sie sind auch in der Umgebung von Dormagen anzutreffen.

Der Fuchs
Der Fuchs liebt dichte Wälder, aber heutzutage lebt er praktisch überall, auf Äckern und Wiesen, im Wald und sogar in großen Parks in Städten. Sein Fell ist oben rotbraun, unten weiß. Er hat einen buschigen Schwanz, die Schwanzspitze ist häufig weiß. Seine Nahrung besteht hauptsächlich aus Mäusen, Vögeln, Insekten, jungen Hasen, Rehkitzen, aber auch aus Früchten. Da er Überträger der Tollwut ist, wird er bejagt.

 

Das Wildschwein
Das Wildschwein gehört zur Familie der altweltlichen oder echten Schweine aus der Ordnung der Paarhufer. Es ist ein in ganz Eurasien sowie in Japan und in Teilen der südasiatischen Inselwelt in etwa 20 Unterarten verbreitetes Wildtier. Es lebt auch in den Wäldern um Dormagen.
Der Körper des Wildschweines sieht von der Seite betrachtet gedrungen und sehr massiv aus. Die Augen der Wildschweine liegen weit oben im Kopf. Die Ohren sind klein. Im Winter ist das Fell des Wildschweines dunkelgrau bis braun-schwarz mit langen borstigen Deckhaaren und kurzen feinen Wollhaaren. Das Wildschwein verliert im Frühjahr das lange, dichte Winterhaar und hat ein kurzes Sommerfell mit hellgefärbten Haarspitzen. Es wird 1,40 m bis 1,80 m lang und 43 bis 95kg schwer. Wildschweine sind Allesfresser und sehr anpassungsfähig. Sie durchwühlen bei der Nahrungssuche den Boden nach essbaren Wurzeln, Würmern, Engerlingen, Mäusen, Schnecken und Pilzen.

Blindschleiche

Die Blindschleiche ist eine der häufigsten Reptilienarten in Mitteleuropa. Sie wird oft mit einer kleinen Schlange verwechselt, gehört aber zu den Echsen. Sie ist 35 bis 45 cm lang und hat auf der Rückenmitte einen dunklen Streifen vom Kopf bis zum Schwanzende. Sie ernährt sich überwiegend von Regenwürmern, Nacktschnecken, Spinnen und Insekten und lebt in feuchten Wiesen und am Wald- und Wegesrand. Sie kommt in der Zonser Heide und im Knechtstedener Busch vor.

 

Zauneidechse
Auch für die Zauneidechse ist die Zonser Heide und der Wahler Berg ein guter Lebensraum, denn hier findet sie warme Flächen zum Sonnen. Im sandigen Boden kann sie ihre Eier (5 – 17) ablegen. Sie hat einen leicht abgeflachten Körper und ist kurzbeinig. Ihr Schwanz kann die anderthalbfache Kopf-Rumpf-Länge erreichen.
Die Grundfarbe ist bräunlich, bei den Weibchen ist die Unterseite gelblich, bei den Männchen grün mit schwarzen Flecken.
Neben der Zauneidechse kommt auch die zierlichere Waldeidechse bei uns vor.

Ringelnatter

Die Ringelnatter ist neben der Kreuzotter die bekannteste Schlange in Deutschland. Sie wird rund 1 Meter lang. Sie ist rotbraun bis oliv mit schwarzen Längsstreifen und hat gelbe, halbmondförmige Flecken hinter dem Kopf, an denen man sie gut erkennen kann. Ihre Unterseite ist gräulich. Sie ist wechselwarm, deshalb sonnt sie sich gerne. Mehrmals im Jahr häutet sie sich. Sie ernährt sich hauptsächlich von Fröschen und Molchen. Von Oktober bis April hält sie Winterschlaf. Im Juni legt das Weibchen bis zu 40 Eier an einer warmen, geschützten Stelle ab. Die Jungen schlüpfen im frühen Herbst.

Springfrosch

Der Springfrosch, der erst in jüngster Zeit um Dormagen gefunden wurde (nördlichster Standort im Rheinland), ist ein kleiner, zierlicher, etwa 7 cm großer Frosch. Er ist hellbraun bis dunkelbraun. Er hat auffallend lange Hinterbeine, weshalb er besonders gut springen kann: bis zu einem halben Meter hoch und bis zu 2 Meter weit. Er lebt in Laubmischwäldern und ist vorwiegend in der Dämmerung aktiv.

Vögel

Die Amsel
Ursprünglich war die Amsel ein Waldvogel, lebt aber inzwischen in Parks und Gärten. Sie gehört zu den Drosseln. Das Männchen kann 30 cm groß werden und sind schwarz gefärbt, die Weichen sind braun. Sie haben einen orange-gelben Schnabel und einen leuchtend gelben Augenring.

Die Singdrossel

Die Singdrossel ist etwas kleiner als die Amsel und wirkt gedrungener. Bei der Nahrungssuche bewegt sie sich sehr schnell und bleibt ruckartig stehen. Die Körperoberseite ist braun, die Unterseite ist weißlich bis hellbraun mit Sprenkeln. Auch sie lebt in Gärten und Parks. Sie überwintert im Süden. Ihr Gesang ist sehr abwechslungsreich.

 

Der Sperling
Der Sperling, auch Spatz genannt, ist weit verbreitet und gehört bei uns zu den bekanntesten Vögeln. Er ist etwa 14 – 16 cm groß. Die Männchen sind sehr viel kräftiger gezeichnet als die Weibchen. Der Rücken ist braun mit schwarzen Streifen, die Körperunterseite ist grau. Er fliegt schnell (bis 60 km/h) und meist recht niedrig.

Die Kohlmeise
Die Kohlmeise ist die am weitesten verbreitete Meisenart in Europa. Sie ernährt sich überwiegend von Insekten und Spinnentieren, im Winter aber auch von Beeren, Samen und Knospen. Die Körperunterseite ist gelb gefärbt, Kopf, Nacken und Kehle sind schwarz, die Wangen meist gefiedert.

Das Rotkehlchen

Das Rotkehlchen ist klein und rundlich und hat lange, dünne Beine. An seiner orangeroten Stirn, Brust und Kehle kann man es leicht erkennen. Auffallend sind die große, schwarzen Augen und der dünne, dunkle Schnabel, der anzeigt, dass es zu den Insektenfressern gehört. Es ist ein typischer Gartenbewohner.

 

Der Buntspecht
Der Buntspecht ist die am häufigsten vorkommende Spechtart in Mitteleuropa. Man hört seine Trommelwirbel sogar in Städten, da er hier in Parks und Allen lebt, man findet ihn aber auch in Nadel- und Mischwäldern. Seine Oberseite ist schwarz mit großen weißen Flecken, die Unterseite ist gelblich-grau. Auch die Wangen sind weiß. Auffällig ist die leuchtend rot gefärbte Unterschwanzdecke. Das Männchen hat zusätzlich einen roten Genickfleck. Er ernährt sich hauptsächlich von Insekten und Larven, die er mit kräftigen Schnabelhieben unter der Rinde hervorholt.
Neben dem Buntspecht leben noch weitere Arten im Bereich Dormagen: Schwarz-, Mittel, Klein- und Grünspecht.

Die Ringeltaube
Die Ringeltaube ist die größte Taubenart bei uns, sie wird ca. 40 cm groß und hat eine Flügelspannweite bis zu 77 cm. Sie ist die häufigste und die in Europa am weitesten verbreitete Taubenart. Man erkennt sie an ihren weißen Halsflecken. Kopf und Rücken sind blaugrau, die Körperunterseite ist grau-rosa, die Flügel- und Schwanzspitzen sind dunkel, der Nacken schillert grün. Männchen und Weibchen sehen gleich aus. Auffällig ist ihr Gurren.

Die Elster

Die Elster gehört zu den Rabenvögeln. Sie ist nicht sehr beliebt, weil sie sich u.a. von Vogeleiern und Küken ernährt. In besiedelten Gebieten durchsucht sie auch Komposthaufen und Abfalleimer, wo sie nach Fleischresten, Brot, Käse, Eierschalen, usw. sucht. Sie fällt durch ihr schwarz-weißes Gefieder und den langen Schwanz auf. Bauch, Schulter und die Seiten sind weiß, das restliche Gefieder ist schwarz glänzend. Sie wird etwa 50 cm groß, die Flügelspannweite beträgt bis zu 90 cm.