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Köln

Geographie

Köln ist eine der ältesten Städte Deutschlands. Schon vor rund 2000 Jahren war Köln Hauptstadt der römischen Provinz Niedergermanien und Sitz der römischen Statthalter, für einige Jahre sogar Sitz des Kaisers. Köln, im Kölner Dialekt Kölle, ist eine der vier Millionenstädte in Deutschland. Sowohl nach der Fläche als auch nach der Einwohnerzahl ist Köln die viertgrößte deutsche Stadt und die größte Stadt in NRW. Die gesamte Fläche des Stadtgebietes beträgt etwas mehr als 400 Quadratkilometer, das ist etwa das Fünffache des gesamten Dormagener Stadtgebietes. Köln hat ca. 1.020.000 Einwohner. Etwa 20 % der Bevölkerung sind Ausländer. Köln ist Zentrum eines Ballungsraumes mit 2 Millionen Menschen.




Köln liegt 50° 56‘ 33‘‘ nördlicher Breite und 6° 57‘ 32 ‘‘ östlicher Länge. Das Gebiet um Köln wird als Kölner Bucht bezeichnet. Sie bildet den südlichen Teil des Norddeutschen Tieflandes.

 

Klima

Die Kölner Bucht liegt in der Übergangszone vom See- zum Kontinentalklima; das bedeutet ein insgesamt mildes Klima mit milden Wintern und nur mäßig warmen Sommern. Im Winter gehört die Kölner Bucht zu den wärmsten Gebieten Deutschlands. Schnee über mehrere Tage gehört zu den Ausnahmen. Die jährlichen Niederschläge betragen rund 800 mm und sind relativ gleichmäßig über das Jahr verteilt. Köln soll die europäische Stadt mit den zweitmeisten Regentagen - nämlich 263 - sein. Der Himmel ist häufig bedeckt und die Sonnenscheindauer liegt unter dem Durchschnitt.

Der Rhein

Der Rhein teilt Köln in das „richtige“ linksrheinische Köln und die „schäl Sick“, die falsche
(rechtsrheinische) Seite der Stadt.

Die Lage am Rhein bringt nicht nur Vorteile wie z.B. günstige Verkehrsanbindungen, denn immer wieder kommt es zu Hochwasserschäden. Der normale Pegelstand (das ist der über ein ganzes Jahr ermittelte durchschnittliche Wasserstand) des Rheins liegt bei 3,38 m. Die Pegeluhr am Rheinufer zeigt den Pegelstand permanent an. Allein im letzten Jahrhundert stieg der Rhein in Köln 21-mal über die Neun-Meter-Marke, 1926, 1993 (Weihnachtshochwasser) und 1996 sprach man sogar von einem Jahrhunderthochwasser. Dabei wurden Pegelstände bis zu 10,69 m erreicht. Im Jahre 1794 wurde ein Rekordpegelstand von 13,55 m registriert.
Hochwasser tritt meist im Januar und Februar auf, wenn Schneeschmelze und anhaltende Niederschläge zusammenfallen.

Umgekehrt wurde im September 2003 mit 0,80 m am Kölner Pegel der historisch niedrigste
Rheinwasserstand gemessen.

 

Stadtviertel

Köln wird in neun Stadtbezirke unterteilt, die sich wiederum aus 86 Stadtvierteln, von den Kölnern liebevoll Veedel genannt, zusammensetzen.

Eines dieser Stadtviertel ist beispielsweise das Agnesviertel im Kölner Norden. Es wurde benannt nach der Kirche St. Agnes, der zweitgrößten Kirche Kölns nach dem Dom. Hier lebte der Schriftsteller Heinrich Böll.

Das Severinsviertel (auf Kölsch Vringsveedel) wurde nach der Kirche Sankt Severin benannt. Es ist das Herz der Stadt Köln und das kölscheste aller Viertel. Hier beginnt und endet der Kölner Rosenmontagszug.

Das kleinste Kölner Veedel ist der Eigelstein, wo früher Gerber, Glasbläser, Schmiede und Töpfer arbeiten. Heute gibt es hier viele Kneipen, Trödelläden, Kebabbuden und Gemüsehändler.

 

Geschichte

Um 57 vor Christus eroberte Cäsar Gallien und schlug dabei auch einen Aufstand der auf der linken Rheinseite lebenden Eburonen nieder. Rechtsrheinisch lebten die Ubier, von denen einige Cäsar als Kundschafter dienten. Schließlich wurden die Ubier wegen ihrer Römerfreundlichkeit von ihren Nachbarstämmen bekämpft, zogen sich auf das linke Rheinufer zurück und unterwarfen sich den Römern oder schlossen sich – anderen Berichten zufolge - den Römern an. Das Jahr 38 vor Christus wird meist als Gründungsjahr für das Oppidum Ubiorum, die erste Siedlung auf dem Boden des späteren Köln, angegeben.
Vermutlich im Jahre 15 oder 16 nach Christus wurde hier Agrippina die Jüngere, die spätere Frau des Kaisers Claudius und Mutter Neros, geboren. Durch sie erhielt das Oppidum Ubiorum den Status einer römischen Kolonie.

Der Name Köln geht zurück auf die römische Kaiserin Agrippina und ihren Mann Claudius. Zur Römerzeit hieß Köln nämlich Colonia Claudia Ara Agrippinensium. Ara bezieht sich auf den römischen Altar in der Stadt. Die lateinische Bezeichnung Colonia für Köln wird heute noch in den meisten romanischen Sprachen benutzt und entwickelte sich im Deutschen über Coellen, Cöllen, Cölln und Cöln zum heutigen Namen Köln.

Man schätzt, dass im 3./4. Jahrhundert etwa 15.000 Menschen im damaligen Köln lebten.

Kölner Dom

Wenn Auswärtige die Stadt Köln beschreiben sollen, denken drei Viertel der Befragten an den
Dom. Der Kölner Dom ist eine der größten Kathedralen der Welt. Mit 157,40 m Höhe ist er nach dem Ulmer Münster die zweithöchste Kirche Europas und die dritthöchste Kirche der Welt und seit Jahrhunderten das Wahrzeichen der Stadt. Er ist die beliebteste Sehens-würdigkeit Deutschlands. Im Jahr 2004 besuchten 6 Millionen Menschen aus aller Welt den Kölner Dom. 2005 besuchte auch Papst Benedikt XVI den Dom. In unmittelbarer Nähe liegen auch die großen Kölner Museen.
Wo heute der Kölner Dom steht, versammelten sich schon in der Römerzeit Christen. 870 von wurde der Vorgänger des heutigen Domes, der Alte Dom geweiht. Als Erzbischof Rainald Dassel 1164 die Gebeine der Heiligen Drei Könige nach Köln bringen ließ, wurde der Alte Dom zu einer bedeutenden Wallfahrtskirche und man beschloss, eine neue moderne Kirche zu bauen. Dazu mußte man aber den Alten Dom abbrechen, was mehr als ein Menschenleben dauerte. 1248 wurde schließlich der Grundstein für den neuen Dom gelegt, der im Stil der französischen Gotik gebaut werden sollte. Vorbild war die Kathedrale von Amiens. 1265 konnten die ersten Gottesdienste in den Kapellen stattfinden, 1322 wurde der Chor geweiht und die Gebeine der Heiligen Drei Könige überführt. In den folgenden 200 Jahren baute man zwei Stockwerke des Südturmes und ein Stockwerk des Kirchenschiffes.

 

Um 1530 stellte man die Arbeiten komplett ein. Man fand den gotischen Stil nicht mehr schön, weil er inzwischen unmodern geworden war. In der französischen Besatzungszeit Ende des 18. Jahrhunderts wurde der Dom als Lager, Stall und Gefängnis benutzt. 1842 begann schließlich - nach über 300 Jahren - die zweite Bauphase. Man benutzte modernste Bautechnik. 1880 wurden die beiden Türme fertiggestellt und am 15. Oktober 1880 wurde ein großes Fest zum Ende des Dombaus – nach 632 Jahren - gefeiert . Von 1880 bis 1884 war der Kölner Dom das höchste Gebäude der Welt. Im Zweiten Weltkrieg wurde der Dom durch Bomben beschädigt, aber nicht zerstört. Ab 1956 konnte er wieder benutzt werden. 1996 wurde er von der Unesco als eines der Meisterwerke gotischer Architektur zum Weltkulturerbe erklärt.

Noch sind nicht alle Kriegsschäden, die durch 70 Bombentreffer entstanden, behoben. Gleichzeitig entstehen neue Schäden, z.B. durch den sauren Regen. Die Kölner sagen: „Wenn der Dom fertig ist, geht die Welt unter.“

Im Kölner Dom hängt die größte freischwingende Kirchenglocke der Welt, die Petersglocke, die im Volksmund auch „der dicke Pitter“ heißt. Sie ist 24.000 kg schwer und ersetzte 1924 die Kaiserglocke, die im 1.Weltkrieg für die Herstellung von Waffen eingeschmolzen wurde.
Das höchste Bauwerk in Köln ist heute der Colonius, ein Fernsehturm, der 1981 fertiggestellt wurde. Er ist 266 m hoch.
Der Dom ist zwar nur das zweithöchste Gebäude in Köln, aber das wichtigste. Die Kölner sagen: „Der Colonius ist der Längste, aber der Dom bleibt der Größte.“

 

Andere Kirchen

Köln ist eine Stadt der Kirchen, denn nachdem die Römer abgezogen waren, setzte ein „Kirchenbauboom“ ein, angeblich sollen es insgesamt 365 Kirchen gewesen sein. Neben dem Dom sind auch die 12 großen romanischen Stifts- und Klosterkirchen, die zu den bedeutendsten Westeuropas zählen, erwähnenswert. Sie liegen alle innerhalb des Verlaufs der mittelalterlichen Stadtmauer und dokumentieren den Reichtum des hochmittelalterlichen Köln.

Die größte ist St. Maria im Kapitol, die auf dem Fundament eines römischen Tempels errichtet wurde. Sie entstand schon um 690.

 

Die Basilika Groß St. Martin

stammt aus dem 12. Jahrhundert und steht auch auf den Fundamenten römischer Bauten.

St. Gereon

St. Gereon ist nach der Hagia Sophia in Istanbul und dem Dom in Florenz der drittgrößte Kuppelbau der Welt.

Sonstiges

Die Kölner Seilbahn ist die einzige  Seilbahn in Deutschland, die einen Fluss überquert. Sie verbindet auf Höhe der Zoobrücke die beiden Rheinufer. Sie wurde im Jahre 1957 aus Anlass der Bundesgartenschau errichtet, die damals in Köln stattfand. Die Fahrstreckenlänge beträgt etwa 930 Meter. Pro Stunde wird der Rhein in jede Richtung von ca.200 Kabinen überquert.

 

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