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Dr. Brendebach

Notiz von Ludmilla

Mois mein Junge

Link zur Geschichte von Mois, einem kongolesischen Freund von Dr. Brendelbach.

Die Demokratische Republik Kongo

Wir erhielten auch Informationen und Fotos von Herrn Dr. Brendebach, der seit mehr als 30 Jahren medizinische Entwicklungshilfeprojekte in verschiedenen Ländern Afrika, Asien und Südamerika betreut. Letztes Jahr verbrachte er drei Monate in der Stadt Kikwit, um beim Aufbau einer Kinderstation und eine Kinderambulanz mitzuhelfen und viele Kinder zu untersuchen.

Die Stadt Kikwit liegt ungefähr 550 km östlich von Kinshasa. Ein großer Flussarm des Kongo, der Quilu, fließt durch die Stadt. Hier leben zwischen 200.000 und 500.000 Einwohner, die genaue Zahl kennt keiner. Zwischen 50 und 100 Autos sollen hier registriert sein. Die einzige asphaltierte Verbindungsstraße zwischen den Städten Kinshasa und Lumumbashi verläuft durch Kikwit. Sie wurde aber jahrezehntelang nicht repariert. Daneben gibt es nur kleine Feldstraßen, die bei Regen nur mit Allradfahrzeugen befahren werden können. In der Stadt gibt es nur stundenweise Strom oder wenn man einen Generator hat, denn nur wenige Häuser sind ans Stromnetz angeschlossen. Auch an fließendem Wasser mangelt es. Selbst in den Hospitälern gibt es weder Strom noch Wasser.

 



In Kikwit gibt es das Hopital General, das von den Belgiern gebaut wurde. Aber seitdem die Belgier das Land verließen, wurde es nicht mehr renoviert. Die Operationen fallen schwer, weil auch hier Strom und Wasser fehlen. Auch Material und Medikamente sind nicht vorhanden. Das Krankenhaus steht fast immer leer, obwohl es 300 Betten hat, weil sich die Menschen den Aufenthalt nicht leisten können. Am meisten werden dort Kinder behandelt.

320 Angestellte arbeiten im Hospital, aber sie bekommen vom Staat keinen Gehalt. Deshalb muss man gleich, wenn man ins Hospital kommt, für die Registrierung bezahlen. Nur für die Untersuchung muss man schon 3000 kongolesische Francs bezahlen, das sind 5,5 US-$.
Da aber rund 80 % der Kongolesen arbeitslos sind, gehen die Menschen nur dann ins Hospital, wenn es nötig ist. Meistens besuchen sie den Medizinmann. Viele Kinder und Erwachsene sterben an Infektionskrankheiten. Auch Krankheiten wie Malaria, Tuberkulose, Typhus, Paratyphus, Diarrhöen und Aids sind hier weit verbreitet.