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Indonesien

Geographie
Indonesien ist weltweit der größte Inselstaat. Seine Fläche verteilt sich auf mehr als 13.600 Inseln; nach neuesten Angaben sollen es sogar mehr als 17.508 Inseln sein. Über 6.000 davon sind bewohnt. Das Land erstreckt sich in einem großen Bogen ca. 8.000 km entlang des Äquators und ist mit seinen über 236,8 Millionen Menschen - was die Bevölkerungszahl betrifft - der größte Staat in Südostasien und nach China, Indien und den USA der viertgrößte Staat der Erde.
Indonesien erstreckt sich in nord-südlicher Richtung von etwa 6° nördlicher Breite bis 11° südlicher Breite über rund 1875 km, in west-östlicher Richtung von 95° bis 141° östlicher Länge über 5000 km. Dadurch ist dieser Staat nicht nur geographisch sehr vielseitig, vor allem die kulturelle Vielfalt ist enorm und vielleicht nur mit der Chinas oder Indiens vergleichbar.

Nördlich von Indonesien liegen Malaysia, Singapur, die Philippinen und Palau, östlich Papua-Neuguinea und Osttimor, südlich Australien und der Indische Ozean, dieser liegt auch westlich von Indonesien. Im Norden verläuft eine der wichtigsten Wasserstraßen, die Straße von Malakka, die nördlich in das Südchinesische Meer und südlich in die Javasee führt. Zu Indonesien gehören die Großen Sundainseln Java, Borneo (außer dem Nordteil Borneos), Sumatra und Sulawesi und die Kleinen Sunda-Inseln (außer Osttimor), die Molukken und die Westhälfte Neuguineas (Irian Jaya bzw. West-Papua, die erst seit 1969 zu Indonesien gehört).

Der Name Indonesien setzt sich aus dem lateinischen „indus“ für Indien und dem griechischen „nesos“ für Insel zusammen.

Indonesien wurde 1949 von den Niederlanden unabhängig. Das Land zählt zu den instabilsten Regionen weltweit: Hier gibt es über 300 Vulkane, von denen noch fast 130 aktiv sind. Vulkanausbrüche sind hier ebenso an der Tagesordnung wie Erdbeben. 2004 kamen 200.000 Menschen bei einem Seebeben ums Leben. Noch im Januar dieses Jahres gab es ein Erdbeben auf West-Papua.

Klima

In Indonesien herrscht immerfeuchtes Tropenklima. Die Temperaturen liegen im ganzen Jahr zwischen 25°C und 27°C. Es herrscht eine Luftfeuchtigkeit von 80 bis 90 % und Windstille. Deshalb spricht man von tropischer Schwüle. Die Niederschlagsmenge im Jahr beträgt 2000 bis 4000 mm. In manchen Gebieten wie den Sundainseln wird das Klima vom Monsun bestimmt. Er sorgt für gleichbleibend hohe Temperaturen, die aber pro Tag Schwankungen von 6°C bis 12°C unterliegen können. Die jährlichen Durchschnittstemperaturen liegen bei 30° C, im Bergland zwischen 22° und 28° C. Durch die trockene Luft des Nordostmonsuns kommt es zu einer Trockenzeit, die man Wintermonsun nennt. Während dieser Zeit verlieren die Bäume ihre Blätter. Dadurch entstehen die sogenannten Monsunwälder. Das sind lichte, grüne Wälder mit einer ausgeprägten Krautschicht.

 

Flora und Fauna
Indonesien gehört zu den größten, ältesten und artenreichsten Regenwaldgebieten der Erde. Laut Statistik wird aber jährlich ein Gebiet von der Größe Mecklenburg-Vorpommerns für die holzverarbeitende Industrie und die Palmölplantagen zerstört. Es ist auch das Land mit der längsten „Roten Liste“, eine Liste, in der alle bedrohten Tier- und Pflanzenarten zusammengestellt sind. So werden zum Beispiel 12 % aller in Indonesien vorkommenden Vogelarten in der „Roten Liste“ genannt.

Trotzdem soll es allein 40.000 verschiedene Pflanzenarten geben. 10 % aller weltweit registrierten Pflanzen wachsen auf einer der indonesischen Inseln. Die Pflanzenvielfalt reicht von winzigen, essbaren Orchideen über die Tiger-Orchidee, die größte aller Orchideen, bis zur riesigen „Rafflesa“, die einen Blütendurchmesser von einem Meter hat und als Schmarotzerpflanze auf Lianen lebt.
Zu den einheimischen Tieren gehören Orang-Utans auf Sumatra und Kalimantan (die vom Aussterben bedroht sind), riesige Echsen, das einhörnige Java-Nashorn, wilde Büffel, Tiger und noch viele andere Tierarten. Zu den seltensten Großsäugetieren gehören das Java- und Sumatra-Nashorn. Der Sumatra-Tiger ist die letzte Tigerunterart, die auf Indonesien überlebte. Auch der Lebensraum der 3000 Sumatra-Elefanten wird immer weiter zerstückelt. Der weltweit größte, bis zu 3 m lange Komodo-Waran lebt auf der Gruppe der Komodo-Inseln.
Auf Irian Jaya und Maluku kommen besonders farbenprächtige Vögel vor, darunter viele Papageienarten und 40 verschiedene Paradiesvogelarten.
Viele Arten sind auf einzelne Inseln beschränkt.

In Indonesien und dem Korallendreieck zwischen Malaysia, Osttimor, den Philippinen, Papua-Neuguinea und den Salomonen leben etwa 75% aller bekannten Korallenarten, mehr als 3000 Fischarten, Schildkröten, Delphine, Wale und Rochen.

Landwirtschaft

Fast die Hälfte der Erwerbstätigen ist in der Landwirtschaft tätig. Zu den Haupt-produkten gehören Reis, Cassava (Maniok), Mais, Rohrzucker und die Süß-kartoffel. Zusätzlich werden Kaffee, Tee, Gewürze (Vanille, Nelken) und Sojabohnen angebaut. Außerdem werden Kautschuk und Palmöl gewonnen.
Die Anbaufläche beträgt 5,5 Mio. ha. Bedenklich ist, dass viele Felder durch Rodung des Regenwaldes gewonnen werden. Dadurch wird der Lebensraum vieler Tiere und Pflanzen gefährdet.

Wirtschaft

Indonesien ist reich an Bodenschätzen. Das Land ist der drittgrößte Zinnexporteur der Welt, auf West-Papua liegt die größte Goldmine weltweit.
Die Nickelvorkommen reichen nach heutigem Stand noch 100 Jahre.
Erdöl macht bis zu 75 % des Gesamtexportes aus. Indonesien ist der weltgrößte
Flüssiggasexporteur, Hauptabnehmer ist Japan. Gold, Tropenholz und Kupfer sind weitere wichtige Exportgüter.

Bevölkerung

In Indonesien gibt es ein breites Spektrum aller asiatischen Kulturen, Rassen und Religionen. Durch die vielen unterschiedlichen Volksgruppen werden in Indonesien insgesamt 650 Sprachen gesprochen.

Die 6.044 bewohnten Inseln sind alle unterschiedlich stark besiedelt. Auch auf den einzelnen Inseln ist die Bevölkerung ungleich verteilt. Während z. B. in der Provinz Papua etwa 30 Personen auf einem Quadratkilometer leben, sind es auf der Insel Borneo 10 Einwohner pro Quadratkilometer. Java ist wegen seines fruchtbaren Bodens und der hier liegenden Hauptstadt sehr dicht besiedelt. Hier lebt mehr als die Hälfte der Gesamtbevölkerung Indonesiens; durchschnittlich leben hier 1.000 Menschen auf einem Quadratkilometer. Allein in der Hauptstadt Jakarta leben 18 Millionen Menschen. Deshalb werden seit 1969 Menschen von Java und einigen anderen dicht besiedelten Inseln auf dünner besiedelte Inseln umgesiedelt. Die Bevölkerung Indonesiens wächst jährlich um 2,2 %.

Religion

Die meisten Indonesier sind Muslime (88 %). Fast alle gehören der sunnitischen Richtung an. Nur etwa 100.000 sind Schiiten. Der Islam ist jedoch nicht die Staatsreligion. Alle Einwohner müssen sich zu einer von fünf Weltreligionen (muslimisch, katholisch, evangelisch, buddhistisch und hinduistisch) bekennen.
Nur 9 % der Indonesier sind Christen, davon 6 % evangelisch und 3 % katholisch. 1,8 % der Bevölkerung sind Hindus (Bali, Lambok) und 1% Buddhisten (meist Angehörige der chinesischen Minderheit).

 

Ernährung

Die Indonesier ernähren sich hauptsächlich von Reis. Auf einigen östlichen Inseln ernährt man sich von Mais, Sago, Maniok und Süßkartoffeln. Am Meer ißt man oft Lobster, Austern, Garnelen, Crevetten, Tintenfische und Krabben, gesalzene und geräucherte Fische, oft auch getrocknet und als Paste. Die Kokosnuss wird als Brat- und Backöl und Milch verwendet.
Die javanische Küche besteht aus Gemüse, Sojabohnen, Rindfleisch, Huhn und Fisch. Auf Sumatra wird hauptsächlich Rindfleisch gegessen. Im Osten bereitet man Currys zu und grillt viel. Auf Bali, Irian Jaya, im Hochland von Nordsumatra und Nordsulawesi wird viel Schweinefleisch gegessen, weil die Bevölkerung dort hinduistischen Glaubens ist. Es gibt immer eine große Auswahl an tropischen und subtropischen Gemüsen und Früchten wie z. B. Bananen, Äpfel, Papayas, Ananas und Orangen. Mangos und Melonen sind von der Saison abhängig.
In Indonesien gibt es viele Kaffee- und Teeplantagen. Es gibt auch einige Bierbrauereien. Auf Bali gibt es den Reiswein, Brem genannt, und die Toraja trinken den Palmwein (Tuak). Die meisten Menschen ernähren sich von gedämpftem, weißen Reis mit Beilagen von Fleisch, Fisch, Huhn und Gemüse und einem Glas Tee. Am beliebtesten sind in Indonesien Fleischspießchen vom Grill (sate), Gemüseplatten mit Erdnusssoße (Gado-Gado), gebratener Reis (Nasi goreng) und gebratene Nudeln (Bami goreng).

Kinderrechte
In Indonesien ist es Tradition, Mädchen im Haushalt anzustellen. Noch dazu ist es von der Gesellschaft völlig akzeptiert. Einige Indonesier glauben, dass die Arbeit im Haushalt für Kinder der einfachste Weg aus der Armut ist. Dies ist allerdings nicht richtig. Viele Kinder werden geschlagen und missbraucht und oft wird ihnen die nötige Nahrung, die als Lohn gilt, verweigert. Sie werden betrogen. Die Behörden gehen nur selten dagegen vor; sie bestreiten sogar, dass der Betrug überhaupt stattfindet.

Schulbildung

Es ist gesetzlich festgelegt, dass Kinder zwischen 7 und 15 Jahren kostenlos in die Schule gehen dürfen - sie sind allerdings auch dazu verpflichtet. Viele Kinder können trotzdem oft nicht die Schule besuchen, da die verpflichtenden Schuluniformen sehr teuer sind. Häufig sind die Schulen auch zu weit entfernt und/oder wurden durch den Tsunami 2004 zerstört und noch nicht wieder aufgebaut, trotzdem werden 94 % der Jungen und 93 % der Mädchen eingeschult. In Indonesien können 94 % der männlichen und 87% der weiblichen Bevölkerung lesen und schreiben.

Lebensverhältnisse

Über 27 % der insgesamt 241 Mio. Indonesier leben in Armut, wobei es starke regionale Unterschiede gibt. Einige Häuser in den Dörfern haben keine Elektrizität oder fließendes Wasser. In den meisten Gegenden ist die indonesische Familie eine sehr ausgedehnte Familie, zu der sowohl Großeltern, Tanten und Onkel als auch Vettern und Cousinen ersten und zweiten Grades gehören. Indonesier fühlen sich als Mitglieder einer größeren Gemeinschaft; zusätzlich zu ihrer Familie fühlen sie sich ihrem Dorf, ihrer Moschee und ihrer Firma verpflichtet.
Krankheiten
In Indonesien ist die Geflügelpest aufgetreten, an der viele Menschen starben. Vereinzelt traten auch bei Katzen Infektionen mit dem H5N1-Virus auf.
Hepatitis verunreinigt Lebensmittel, wodurch es öfter zu lebensgefährlichen Krankheiten kommt. Filariose ist eine Krankheit, die durch Mückenstiche an/unter die Haut kommt und lebensgefährliche Krankheiten hervorrufen kann. Die Krankheiten entstehen dadurch, dass es an vielen Orten in Indonesien nicht gerade sauber ist, z.B. in Küchen. Dadurch ist es nicht selten, dass die Krankheiten von Tieren zu Menschen und von Menschen in die Lebensmittel gelangen, was bedeutet, dass die Krankheiten sich sehr schnell verbreiten können.

Regierung
Die Gründung Indonesiens war ein hoffnungsvoller und demokratischer Beginn, jedoch führte das wachsende Chaos in Politik und Gesellschaft zu einem langjährigen diktatorischen System, der "Orde Baru". In dieser Zeit waren Menschenrechtsverletzungen und Bestechungen an der Tagesordnung.
Die heutige Politik Indonesiens ist noch stark durch das Suharto-Regime geprägt. Alte Strukturen sind immer noch aktiv, jedoch zeigt der politische Wandel zunehmend Erfolge.
Indonesiens Verfassung von 1945 hat sechs Ebenen der Regierung festgelegt. An der Spitze steht die beratende Volksversammlung, die aus gewählten Vertretern des Repräsentantenhauses, Vertretern des Militärs und Vertretern verschiedener politischer und beruflicher Organisationen besteht. Die Volksversammlung wählt den Präsidenten und den Vizepräsidenten, die fünf Jahre im Amt bleiben. Die restlichen vier Ebenen bestehen aus dem Repräsentantenhaus, dem Obersten Rat, der den Präsidenten berät, der staatlichen Verwaltung und dem obersten Bundesgericht.

 

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