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Kenia

Geographie
Kenia gehört zu Ostafrika. Nachbarstaaten sind der Sudan im Nordwesten, Äthiopien im Norden, Somalia im Nordosten, Tansania im Südwesten und Uganda im Westen. Das Land liegt zwischen dem fünften Breitengrad Nord und dem fünften Breitengrad Süd. Der Äquator teilt Kenia in zwei fast gleich große Teile.

Man unterscheidet vier große Landschaftszonen:

1. die Wüste im Norden ist die größte dieser vier Zonen.
2. die Savanne im Süden, Kenia besteht zu fast 2/3 aus Wüste und Savanne
3. die Küstenebenen und die Ebene am Viktoria-See
4. Bergland im Westen, das vom Rift Valley (80 km breit und 1200 m tief) zerschnitten wird. Am Rand des Rift Valley befindet sich das 5200 m hohe Mount Kenya-Massiv mit dem Batian. Das ist nach dem Kilimanjaro der zweithöchste Bergmassiv Afrikas. Sein Zentrum liegt nur etwa 15 km südlich des Äquators. Es ist weltweit eines der wenigen Gebiete am Äquator, wo ständig Schnee und Eis liegt.

Die Fläche Kenias beträgt ungefähr 580.000 km⊃2;. Kenia ist mehr als 1,5 mal so groß wie Deutschland. Das bedeutet, dass bei ca. 38 Millionen Einwohnern etwa 65 Einwohner pro Quadratkilometer leben. Die Hauptstadt von Kenia ist Nairobi. Hier leben etwa 3.000.000 Menschen. Die zweitgrößte Stadt in Kenia ist die Hafenstadt Mombasa am Indischen Ozean. Im Gegensatz zu Nairobi hat Mombasa eine Jahrhunderte alte Geschichte als Handelsniederlassung an der Küste. Daneben sind Kisumu, eine Hafenstadt am Victoriasee, Nakuru im Rift Valley und Eldoret an der Eisenbahnlinie nach Uganda von Bedeutung.

Klima
Kenia kann man in zwei Klimazonen unterteilen:

An der Küste liegen die Temperaturen das ganze Jahr über zwischen 25 und 30 °C, und die mittlere Luftfeuchtigkeit beträgt etwa 75 Prozent. Der meiste Niederschlag fällt von April bis Juni. Die Niederschläge in Kenia sind aber nicht zu vergleichen mit den Niederschlägen bei uns: Sie sind oft sehr heftig, aber nur kurz. Die trockensten und wärmsten Monate sind Januar und Februar.

Im Hochland ist das Klima gemäßigter: Von April bis Juni und von Oktober bis November kommt es zu Regen. Der Niederschlag fällt meist nachmittags, abends und nachts. Die Nächte sind relativ kühl. Die kälteste Zeit liegt im Juli und August mit etwa 10 °C täglichem Minimum. Die warme Periode liegt im Januar und Februar mit Höchstwerten von etwa 25°C. Die Luftfeuchtigkeit beträgt etwa 65 Prozent. Am Victoriasee und am Turkanalake werden Höchsttemperaturen bis zu 45° C erreicht.

 
 

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Flora und Fauna

Die Tier- und Pflanzenwelt Kenias ist sehr vielfältig. Kenia ist berühmt für seine Tierwelt, besonders für die Großsäugetiere Elefant, Nashorn, Büffel, Löwe und Leopard. Das sind die „Big Five“, die früher hauptsächlich gejagt wurden. Zudem leben viele Vogel- und Reptilienarten in Kenia. Viele Tier- und Pflanzenarten kann man auf Safari-Touren durch zahlreiche Parks entdecken. Fast ein Zehntel der Fläche Kenias steht unter Naturschutz:

Der berühmteste Park ist die Masai Mara National Reserve. (Das hier lebende Nomadenvolk der Masai und der Fluß Mara gaben dem Park seinen Namen.) Dieses Schutzgebiet schließt an den Serengeti-Nationalpark in Tansania an. Ein besonderes Schauspiel ist die jährliche Wanderung der Gnus (bis zu 2 Millionen), Zebras und Antilopen, die in riesigen Herden aus der Serengeti über den Mara River in den Masai Mara Park ziehen, um hier bessere Weidegebiete zu finden. Dabei werden sie von Löwen und anderen Raubkatzen verfolgt; bei der Überquerung des Mara lauern die Krokodile auf Beute. Der Lake Nakuru Nationalpark ist bekannt wegen seiner Flamingokolonien, die bis zu 2 Millionen Vögel umfassen. Hier leben 400 verschiedene Vogelarten, darunter viele Wasservögel. Daneben gibt es hier Löwen, Leoparden, Büffel, Zebras, verschiedene Antilopenarten, Flusspferde, Nashörner und Rothschild-Giraffen, die fast ausgerottet waren und Fischarten, die nur hier vorkommen. Der wüstenähnliche Samburu-Nationalpark im trockenen Norden Kenias ist bekannt wegen der vielen Elefanten, Zebras, Netzgiraffen, Spießböcke, Giraffenhalsgazellen, Oryx-Antilopen, Straußen und Leoparden. Der Tsavo-Nationalpark im Süden Kenias ist der größte kenianische Nationalpark und der fünftgrößte Afrikas. Er ist mehr als halb so groß wie unser Bundesland NRW. Im Tsavo mit seinen Stromschnellen leben Krokodile, Flusspferde und Fische. Die bedrohten Spitzmaulnashörner werden in einem abgezäunten Gebiet besonders überwacht. Auch in dem kleinen Amboseli-Nationalpark kann man Elefanten, Löwen, Zebras, Giraffen, Hyänen, Schakale, Gnus und viele Antilopen- und Gazellenarten beobachten. Der älteste kenianische Nationalpark, der schon1946 eröffnet wurde, ist der Nairobi-Nationalpark, der nur wenige Kilometer von der Hauptstadt entfernt liegt. Hier leben 80 Säugetier- und über 500 Vogelarten. Auch das bedrohte Spitzmaulnashorn und die größte Antilopenart Afrikas, die Elenantilope, leben hier. Neben Giraffen, Gazellen, Busch-schweinen, Flusspferden, Straußen und Büffeln sind hier Löwen, Leoparden und Geparden vertreten. Durch den Mount Kenya Nationalpark verläuft der Äquator. Hier lebt der schwarze Leopard und der seltene Colobus-Affe. Die Wüsten- und Halbwüstengebieten sind gekennzeichnet durch Gräser, Büsche, zwergwüchsige Akazien, Sansiverien (die man bei uns als Zimmerpflanzen kennt) und den Baobab (Affenbrotbaum). In den Savannen bilden die Gräser meist eine geschlossene Bodendecke. Der Kameldorn mit manchmal fingerlangen Stacheln ist hier ebenfalls verbreitet. Der tropische Regenwald in Kenia ist weit weniger artenreich als in West- oder Zentralafrika. Hauptsächlich in den Nebelwäldern auf den Ostseiten der Gebirge findet man eine abwechslungsreiche Pflanzenwelt mit Orchideen, Aufsitzerpflanzen und Lianen.

Bilder zur Verfügung gestellt von mongabay.com

Die Wirtschaft
Die Landwirtschaft ist das Rückgrat der Wirtschaft. Ungefähr 75 % der Bevölkerung arbeiten in der Landwirtschaft, aber nur ein Fünftel des Landes ist für die Landwirtschaft nutzbar. Die Böden sind zu karg oder die Niederschläge sind zu gering. Die wichtigsten landwirtschaftlichen Exportgüter sind Tee und Kaffee. Während aber der Kaffee an Bedeutung verlor, gewann die „Blumenindustrie“. Jede zweite in Europa verkaufte Rose stammt aus Kenia. Kenia ist Afrikas wichtigster Rosen-produzent und gehört neben Tansania und Kolumbien zu den größten Blumenexporteuren weltweit. Hier sind die Energiekosten wegen des Klimas gering und die Löhne niedrig. In Naivasha, einer kleinen Stadt in der Nähe von Nairobi arbeiten 50.000 Menschen in riesigen Blumenfarmen und verpacken täglich mehr als 1 Million Rosen. Fast 10% der kenianischen Bevölkerung lebt vom Gartenbau. Ein wichtiger Wirtschaftsfaktor ist auch die Herstellung des Insektenvernichtungsmittel Pyrethrum, das aus Chrysanthemen gewonnen wird. 1983 lieferten Kenia und Tansania 90% der Welternte. Außerdem werden Mais, Gerste, Hafer, Weizen, Hirse, Reis, Maniok, Baumwolle, Zuckerrohr, Süßkartoffeln, Erdnüsse, Sesam, Mangos, Bananen, Apfelsinen, Ananas und Kokosnüsse angebaut. Die Viehhaltung (Rinder, Schafe, Ziegen, Kamele) spielt hauptsächlich im trockenen Norden eine Rolle. Bodenschätze sind nur von geringer Bedeutung. Man gewinnt Salz und Natriumcarbonat (Soda). In geringen Mengen kommen Blei, Kupfer, Gold, Silber, Asbest, Graphit und Gips vor. In der Industrie werden landwirtschaftliche Produkte verarbeitet und Verbrauchsgüter wie Möbel, Textilien, Schuhe und Papier hergestellt. Auch der Maschinen- und Fahrzeugbau spielt eine Rolle. Durch die zunehmende Bedeutung des Tourismus wird auch das Handwerk immer wichtiger. So werden z.B. Holzschnitzereien, handgeschmiedete Waffen und Sisalflechtereien angeboten.

 

Bevölkerung
Kenia nimmt mit etwa 38 Millionen Einwohnern unter allen Ländern der Erde Rang 34 ein. Die durchschnittliche Lebenserwartung liegt bei nur 57 Jahren. Der größte Teil der kenianischen Bevölkerung gehört zu den Bantuvölkern. Gesprochen wird in Kenia vorwiegend Kisuaheli, aber auch Englisch. Ein Wort aus dem Kisuaheli, das wir auch in der deutschen Sprache verwenden, ist das Wort „Safari“. Da in Kenia insgesamt mehr als 50 Volksgruppen leben, gibt es viele weitere Sprachen wie z.B. Masai. Etwa 70% der Kenianer sind Christen, 20% der Bevölkerung hauptsächlich an der Küste sind Muslime und rund 10% sind Anhänger der afrikanischen Naturreligionen. Kenia ist seit 1963 eine Präsidialrepublik. Das Verwaltungsgebiet von Kenia gliedert sich in 7 Provinzen und den Hauptstadtdistrikt.

 

Bildung
Kindergärten und Vorschulerziehung sind überwiegend auf die Städte beschränkt und kostenpflichtig. Besonders auf dem Land wurden viele Grundschulen nach dem Harambee-Prinzip unterhalten, d.h. die Eltern finanzierten sie durch Spenden selbst. Diese Schulen waren arm. Die Situation verbesserte sich erst, als 2003 die Regierung Kibaki ihr Wahlversprechen einlöste und das Schulgeld für die "Primary Schools" abschaffte. Plötzlich gingen 1,7 Millionen Kinder mehr zur Schule. Weiterführende Schulen sind kostenpflichtige Gesamtschulen. Ihre Träger sind der Staat, große Organisationen wie z.B. die Kirchen oder Privatleute. Aufgrund der Kosten sind diese Schulen für große Teile der Bevölkerung unzugänglich. Einige Schulen nehmen kostenlos begabte Kinder aus den Slums auf. Eine Berufsausbildung wie sie in Deutschland etwa nach dem Dualen System oder in Berufsfachschulen bekannt ist, gibt es in Kenia nicht. Entweder erfolgt eine Art Ausbildung im Betrieb oder an einem Privatinstitut in der Stadt, z.B. für Kfz-Mechaniker, Frisöre oder Computerfachleute. Alle diese Ausbildungen kosten Geld. So wird z.B. ein Hardware-Fachmann in Nairobi für 2.000 Euro in 18 Monaten ausgebildet.

Krankheiten Jährlich treten ca. 120.000 Malariafälle in Kenia auf. Die Übertragung erfolgt durch den Stich blutsaugender nachtaktiver Anopheles-Mücken. Auch das Dengue-Fieber, das an der Küste vorkommt, wird von Mücken übertragen. 2005 wurden 1.200.000 Fälle von HIV/AIDS-Infektionen für Kenia gemeldet.

Besonderheiten

Kenia gilt als „Wiege der Menschheit“, denn in der Nähe des Turkanasees im Norden Kenias fand man die ältesten Spuren des Menschen: das Skelett eines etwa 12 Jungen, der vor eineinhalb Millionen Jahren gelebt haben soll, aber auch den ca. 12 Millionen Jahre alten Kieferknochen eines Primaten, von dem der Mensch abstammt.

 

Angeschriebene EmailadressenDestination Kenya Limited
Safari Park Village, Thika Road
P.O. Box 64110
Nairobi 00620
Kenyail: safaris@desken.com

GER-EMB@form-net.com

bgroesser@macnews.de

dsn_secretary@germanschool.co.ke

dsnairobi@form-net.com

Deutschland, Botschaft der Bundesrepublik Deutschland
mailto:GER-EMB@form-net.com

warriorsliveup@yahoo.co.uk

dsn_director@germanschool.co.ke

info@seare.ac.ke

j.ehrlich@diamir.de

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